Legasthenie und Dyskalkulie

Die Begriffe LRS (Lese-Rechtsschreib-Schwäche) und Legasthenie sowie Rechenschwäche und Dyskalkulie werden oft unterschiedlich definiert, manchmal auch synonym verwendet. „Legasthenie“ und „Dyskalkulie“ werden als „Krankheitsbegriffe“ verwendet und damit die Ursachen beim Kind gesehen. Da die Probleme der Kinder vielschichtige Ursachen (schulische, außerschulische, „im Kind“ etc.) mit vielfältigen Wechselwirkungen haben und damit die Abgrenzung sehr schwierig ist, verwenden wir im Folgenden in der Regel „LRS“ und „Rechenschwäche“ als Oberbegriffe.

Dieser Bereich beinhaltet spezielle Maßnahmen und Therapien insbesondere für Schüler/innen mit LRS oder Rechenschwäche sowie Kinder und Jugendliche, die – analog §35a KJHG (Kinder- und Jugendhilfe-Gesetz) – von seelischer Behinderung bedroht bzw. betroffen sind. Eine solche drohende seelische Behinderung wird oftmals durch eine oder mehrere Teilleistungsschwächen wie z.B. Legasthenie, LRS oder Dyskalkulie ausgelöst. Hier wird auch die Abgrenzung zu den Fördermaßnahmen im Bereich der „Allgemeinen Hausaufgabenbetreuung“ deutlich, bei der in der Regel eine mehr fachbezogene Förderung im Vordergrund steht.

Dieses Projekt begannen wir im August 1997. Es wird von einer Diplom-Psychologin geleitet, die nicht nur diese Fördermaßnahmen leitet, sondern unter anderem auch Diagnosen und Gutachten erstellt.

Angebote, Inhalte und Zielsetzungen

  • Eingliederungshilfen in Form von psychologischen, pädagogischen und therapeutischen Fördermaßnahmen bzgl. LRS, Legasthenie, Konzentrationsschwäche, Dyskalkulie, Rechenschwäche u. ä. in Einzelbetreuung sowie Kleingruppen
  • Hilfe bei Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen
  • individuelle Diagnostik und Befunderstellung
  • Beratung der Betroffenen und ihrer Eltern

In der Regel wird die Förderungsdauer bzw. die Therapiedauer auf längstens 2 Jahre angesetzt. In einigen Fällen ist jedoch eine längere Unterstützung notwendig oder wird von den Eltern gewünscht. Diese „Anschlussbetreuung“ findet dann oftmals nicht mehr wöchentlich statt, sondern in größeren Zeitabständen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • In der Regel schulpflichtige Kinder und Jugendliche mit seelischer Behinderung oder drohender seelischer Behinderung als Folge von Teilleistungsschwächen ( z.B. LRS)
  • Kinder und Jugendliche mit Lese-Rechtsschreibschwäche, Legasthenie, Rechenschwäche, Dyskalkulie, Konzentrationsschwäche, oft verbunden mit Verhaltensproblemen.

Standorte und Betreuungsorte (zur Zeit)

Koordination über die Zentrale in Michelstadt, Lindenstraße 14

  • Theodor-Litt-Schule, Michelstadt
  • Stadtschule Michelstadt
  • Grundschule Bad König
  • Rodensteinschule, Fränkisch Crumbach
  • Grundschule, Michelstadt – Steinbach
  • Grundschule, Beerfelden

Betreuungszeiten

Nach Absprache, jedoch in der Regel täglich zwischen 11.20 Uhr und 18.00 Uhr.
Spezielle Sprechstunde:
Mittwoch, 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr und
Donnerstag, 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr in der Zentrale.
Telefon: 06061 – 7 29 46

Zusammenarbeit und Kontakte

  • Schulen, Lehrerinnen, Lehrer und Eltern
  • Jugendamt des Odenwaldkreises
  • Staatliches Schulamt/Schulpsychologischer Dienst
  • diverse Facheinrichtungen (z.B. Kinderpsychiatrische Ambulanz)
  • Ärzte und Therapeuten

Kosten

Therapeutische und psychologische Maßnahmen und Förderstunden (z.B. bei Legasthenie, Dyskalkulie), Frühförderung, Eingliederungshilfen, individuelle Diagnostik, Befunderstellung, Gutachten, Beratung, etc

Einzelstunde 30,60 € pro Stunde á 45 Minuten
Kleingruppe 20,70 € pro Stunde á 45 Minuten und Teilnehmer/in

Die psychologische Diagnostik, Befunderstellung etc. wird je nach erforderlichem Stundenaufwand wie eine Einzelstunde abgerechnet.

Die Abrechnungen erfolgen monatlich analog des geführten Stundennachweisbogens.

Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt das Jugendamt des Odenwaldkreises die Betreuungskosten. Nähere Auskünfte und Informationen zur Antragstellung gibt das Jugendamt.

Info zum Ausdruck

Lese-Rechtschreib-/Dyskalkulie-Förderung und Konzentrationstraining