Zentrum Brückenschule / BFZ

Zentrum Brückenschule – Förderschule für Erziehungshilfe und Kranke des Odenwaldkreises

Die bis Sommer 2006 bestehenden Klassen für Erziehungshilfe in Erbach (EH, Grundstufe; ab 01/1996) sowie Reichelsheim/Fränkisch-Crumbach (EH, Grundstufe; ab 09/2004) und die Klasse für Lern- und Erziehungshilfe in Michelstadt (LH/EH, Grundstufe; ab 10/1999) basierten auf einem gleichen pädagogischen Grundkonzept. Diese Klassen waren bis Juli 2006 dem Beratungs- und Förderzentrum Bad König (BFZ; Abteilungen für Erziehungshilfe – AfE) als spezielle Sonderschulzweige angegliedert. Sie waren als gemeinsames Projekt vom Staatlichen Schulamt für den Odenwaldkreis (jetzt: Bergstraße/Odenwaldkreis) mit seinem Schulpsychologischen Dienst und dem Jugendamt des Odenwaldkreises entwickelt worden. Die Lernstubb wurde im Mai 1995 zu den Planungen hinzugezogen und übernahm die Trägerschaft für die sozialpädagogische Betreuung. Die Grundidee und gleichzeitig das Neuartige am Konzept war ein ineinander verzahntes Unterrichts- und Erziehungskonzept in Form einer ganztägigen Betreuung der Schüler/innen – begleitet von einer intensiven Kooperation zwischen Schulamt, Jugendamt, Betreuungsträger und Schulen. Seit dem 1. August 2006 besteht nun eine eigenständige Förderschule für Erziehungshilfe für den Grundstufenbereich in einem kreiseigenen Gebäude in Erbach, in die die `alten´ Klassen überführt wurden. Auf Grund des gestiegenen Bedarfs wurde eine vierte Klasse eingerichtet und die Kapazität auf maximal 32 Schülerinnen und Schüler erweitert (2 EH- und 2 LH-EH-Klassen).

Standort

Zentrum Brückenschule – Förderschule für Erziehungshilfe und Kranke des Odenwaldkreises / Sonderpädagogisches Beratungs- und Förderzentrum (BFZ)

  • Werner-von-Siemens-Straße 78, 64711 Erbach

Zielgruppen

Schüler/innen im Grundschulalter (max. 8 Kinder je Klasse), die auf Grund ihrer derzeitigen Verhaltensauffälligkeiten und Problemlagen nicht in einer Regelklasse beschulbar sind. Auch die familiäre Situation kann (momentan) keine hinreichende Förderung der Entwicklung gewährleisten. Das häusliche Milieu und die persönlichen Beziehungen in der Familie sind aber so weit intakt, dass eine Betreuung am Abend, am Wochenende und auch während der Ferien sicher gestellt ist.

Kooperationspartner

  • Zentrum Brückenschule – Förderschule für Erziehungshilfe und Kranke des Odenwaldkreises
  • Jugendamt des Odenwaldkreises
  • Staatliches Schulamt/schulpsychologischer Dienst
  • Odenwaldkreis als Schulträger

Begleitende Gremien

    • Planungsteam (Vertreter von Schulamt u. Schulpsych., Jugendamt, LERNSTUBB, Schulleiterin: Überprüfung der gemeldeten EH-Fälle, ggf. Zuweisung der Kinder in die Klassen, konzeptionelle Begleitung und Weiterentwicklung, Organisation etc.)
    • Schulteams (Lehrer/innen, Sozialpädagoginnen, Schulleiterin und ggf. pädagogischer Leiter der Lernstubb: allgemeine organisatorische und inhaltliche Angelegenheiten, ggf. Fallbesprechungen, Umsetzung der päd. Grundlagen, u.ä.)
  • Pädagogenteam (Lehrkräfte, Sozialpädagogen der einzelnen Klassen/Einheiten: konkrete schul- und betreuungsbezogene Arbeit wie Arbeitsorganisation, Tagesablauf, Kooperationsformen, Regelstrukturen, fallbezogene Hilfeplanung etc.)

Zusammenarbeit und Kontakte

  • Schulen, Lehrerinnen, Lehrer und Eltern
  • Allgemeiner sozialer Dienst (ASD) des Jugendamtes
  • Beratungsstellen (Erziehungsberatungsstelle, Kinderpsychiatrische Ambulanz etc.)
  • weitere beteiligte Fachinstitutionen (je nach Bedarf)

Angebote, Inhalte und Zielsetzungen

  • pädagogische/sozialpädagogische Betreuung unter Einbeziehung des sozialen und familiären Umfelds
  • Hilfe bei Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensdefiziten/-problemen
  • soziales Lernen in der Gruppe
  • Förderung schulischer Entwicklungsprozesse
  • Freizeitpädagogische Angebote
  • Mittagstisch
  • Förderung schulischer Entwicklungsprozesse – in LH/EH-Klassen unter besonderer Berücksichtigung des vorliegenden Lernhilfebedarfs
  • Rückführung in Regelklassen bzw. eine Klasse für Lernhilfe